Juliana Do, SPEKTRUM, 2015

Judith.P.Fischer, künstlerhaus.BAUSTEIN, 2011

Richard Kaplenig, Pogöriacher Kreuz, 2004

Gert Linke, QUATTRO PINI BIANCHI (Vier weisse Pinien), 2013/14

Karin Hannak, Der Erzengel und die Quelle, 1990

Brennende Fragen
UEBER: ANGEBOT

Künstlerhaus, Erdgeschoß
4. September bis 18. Oktober 2015



Brennende Fragen
Es waren die AvantgardekünstlerInnen der 1960er und 70er Jahre, die eine freiere, nicht an Arbeitgeber und feste Arbeitszeiten gebundene Arbeitsweise vorgelebt haben. Seitdem und besonders seit der Wende von 1989, hat sich die Arbeitswelt der Mehrheit der Menschen in Europa grundlegend verändert. Ein hohes Maß an Flexibilität und projektbasierter Arbeitsweise bestimmen die Arbeitsverhältnisse in unserer Zeit. Aus MitarbeiterInnen wurden UnternehmerInnen in eigener Sache, Ich-AGs, die sich selbst vermarkten.
Größere Freiheit und Selbstbestimmung im Beruf haben zu weniger Sicherheit geführt. EinpersonenunternehmerInnen arbeiten von Projekt zu Projekt ohne soziale Absicherung. Die meisten jüngeren Leute stehen heute in prekären Arbeitsverhältnissen. Das hat Konsequenzen für das gesamte gesellschaftliche System. Zunehmend bewirkt die größere Freiheit eine strengere Selbstdisziplinierung, Selbstoptimierung, und damit wieder eine Einschränkung in einer früher nicht bekannten Form.

Die brennenden Fragen:
Prekariat als Lebensform? Wie leben KünstlerInnen wirklich?
Und warum leben sie so?
Soll Arbeit, die jemand gern macht, bezahlt werden?
Kunst: Lebensmittel oder Luxus? Und was hat die Gesellschaft davon?
Gute Kunst — Schlechte Kunst — Welche Kunst?
Überlassen wir die Definitionsmacht, was gute Kunst ist, allein dem Markt?
Männerkunst oder Frauenkunst?
Gibt es eine Zusammenarbeit?


UEBER:ANGEBOT
Gibt es zu viel Kunst oder nur zu viele Ideen?
Ein Blick in die Archive nicht-realisierter künstlerischer Projekte. Die Eröffnungsausstellung des Herbstprogramms 2015 unter dem Übertitel „Brennende Fragen“ widmet sich der Frage, ob tolle Projektideen (zu rasch) in die Schubladen wandern. Egal, ob die Idee zu groß war oder die eigene Kapazität zu gering, das Projekt für andere unverständlich oder nicht finanzierbar oder einfach der Mut fehlte, um es überhaupt zu präsentieren – das realisierte ist nur die Spitze des Eisbergs von nicht realisiertem. Die Mitglieder des Künstlerhauses zeigen her, und zwar unjuriert und unkuratiert. Der Schwerpunkt liegt damit nicht auf der Archivierung – wie bei Hans Ulrich Obrists „Agency Of Unrealized Projects“ –, sondern auf dem Diskurs der Frage nach dem Überangebot.

KünstlerInnen
Johannes Angerbauer-Goldhoff, Stella Bach, Nora Bachel, Zsuzsanna Balla, Hartwig Bischof, Ingeborg und Peter Braunsteiner, Ilse Chlan, Waltraut Cooper, Babsi Daum, Juliana Do, Michael Endlicher, Elisabeth Ernst, Judith.P.Fischer, Marbod Fritsch, Ingrid Gaier, Harald Gfader, Sabine Groschup, Gerhard Gutruf, Maria Hanl, Karin Hannak, Hermann Härtel, Wolf Hoefert, Richard Kaplenig, Eva Kees, Ondrej Kohout, Susanne Korab, Thomas Kröswang, Gerhard Laber, Miye Lee, Gudrun Lenk-Wane, Gert Linke, Gerit Loeschnig, Claudia Maria Luenig, Karin Mack, Silke Maier-Gamauf/Romana Hagyo, Gert Mayr-Keber, Gabi Mitterer, Szilvia Ortlieb, Antonia Petz, Karin Maria Pfeifer, Michael Pilz, Christine Pirker/Reinhold Egerth, Tanja Prusnik, Rosa Roedelius/Richard Budischowsky, Eva Sarközi Pusztai,Werner Schuster, Edda Seidl-Reiter, J.F. Sochurek, Christiane Spatt, Thomas Steiner, Martina Tscherni, Eva Tubak-Bortnyik, Christoph Überhuber, Wolfgang Walkensteiner, Valentina Wecerka, Walter Weer, Jana Wisniewski, Rainer Wölzl, Ludwig Wüst/Anke Armandi, Robert Zahornicky, Birgit Zinner 

Idee: Peter Braunsteiner
Projektentwicklung: Maria C. Holter, Peter Zawrel

Programm Brennende Fragen >>>

Johannes Angerbauer-Goldhoff, T.A. 27 SYDNEY 2000 - Olympia Golden Track, 2000Johannes Angerbauer-Goldhoff, T.A. 27 SYDNEY 2000 - Olympia Golden Track, 2000Anke Armandi, Portrait Inna, 2014Anke Armandi, Portrait Inna, 2014Stella Bach, IMPROMPTUS - Lob des Müßiggangs, 2013Stella Bach, IMPROMPTUS - Lob des Müßiggangs, 2013Nora Bachel, Kunst im öffentlichen Raum – Waidhofen/Ybbs,
Rothschildschloß / Ornament im Raum, 2009
Nora Bachel, Kunst im öffentlichen Raum – Waidhofen/Ybbs,
Rothschildschloß / Ornament im Raum, 2009

	Hartwig Bischof, dans le monde entier, 45,833B4,6167L, 2015

Hartwig Bischof, dans le monde entier, 45,833B4,6167L, 2015

Ingeborg und Peter Braunsteiner, EU-Projekt: BORDER ART / Kunst im Grenzbereich, 2003Ingeborg und Peter Braunsteiner, EU-Projekt: BORDER ART / Kunst im Grenzbereich, 2003Ilse Chlan, Fingerzeig, 2009/10Ilse Chlan, Fingerzeig, 2009/10Waltraut Cooper, Triangle of Light, 2012Waltraut Cooper, Triangle of Light, 2012Babsi Daum, noch nicht / Nicht mehr (Wart' ein Weilchen), 2008Babsi Daum, noch nicht / Nicht mehr (Wart' ein Weilchen), 2008Marbod Fritsch, Real ist, 2006Marbod Fritsch, Real ist, 2006Harald Gfader, Oh europa, 2011/12/13Harald Gfader, Oh europa, 2011/12/13Sabine Groschup, Grenzschranke erzählt, 2007Sabine Groschup, Grenzschranke erzählt, 2007Hermann Härtel, Albrecht Ludwig Berblinger, 1992Hermann Härtel, Albrecht Ludwig Berblinger, 1992Maria Hanl, exist, Rauminstallation, 2015Maria Hanl, exist, Rauminstallation, 2015Eva Kees, Konsum, 2015Eva Kees, Konsum, 2015Miye Lee, Vase, 2015Miye Lee, Vase, 2015Gudrun Lenk-Wane, HURRA WIR LEBEN NOCH, 1999Gudrun Lenk-Wane, HURRA WIR LEBEN NOCH, 1999Gert Mayr-Kerber, Schloss Belvedere Extension, 2006Gert Mayr-Kerber, Schloss Belvedere Extension, 2006Michael Pilz, Kindsein in Europa, 2003/04Michael Pilz, Kindsein in Europa, 2003/04Christine Pirker, Reinhold Egerth, IN HORA MORTIS, 2008Christine Pirker, Reinhold Egerth, IN HORA MORTIS, 2008Eva Pusztai, Wärmespender, 2011Eva Pusztai, Wärmespender, 2011Edda Seidl-Reiter, Rote Messe (Zauberflöte), 1994Edda Seidl-Reiter, Rote Messe (Zauberflöte), 1994Christiane Spatt, Anderes Licht (Dachl & Mander), 2013Christiane Spatt, Anderes Licht (Dachl & Mander), 2013Thomas Steiner, DOPPELHAUSANLAGE LINZ – SÜD mit AIRBUS 2053, 2015Thomas Steiner, DOPPELHAUSANLAGE LINZ – SÜD mit AIRBUS 2053, 2015Eva Tubak-Bortnyik, Interaktives Stroboskop, Hommage á MuybridgeEva Tubak-Bortnyik, Interaktives Stroboskop, Hommage á MuybridgeValentina Wecerka, Freuds Zimmer, 2012 / 2013
Valentina Wecerka, Freuds Zimmer, 2012 / 2013
Rainer Wölzl, Wer a Jud is bestimm i!, 2010Rainer Wölzl, Wer a Jud is bestimm i!, 2010Birgit Zinner, Der Bonsai will schweifen, 2004Birgit Zinner, Der Bonsai will schweifen, 2004© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl© Michael Nagl

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