Wiener Festwochen:
Wael Shawky

Al Araba Al Madfuna
täglich 15 bis 21 Uhr

Künstlerhaus, Erdgeschoß
11. Mai bis 15. Juni 2014


Täglich 15 bis 21 Uhr

Zugang über Festwochen-Zentrum
Akademiestrasse 13
1010 Wien


Al Araba Al Madfuna I
Wael Shawky, 2012
HD-Video, Schwarz-Weiß, Ton, 21 Min.
In arabischer Sprache mit englischen Untertiteln
Produktion Ernst Schering Stiftung, Berlin
Im Auftrag von KW Institute for Contemporary Art, Berlin

Al Araba Al Madfuna II
Wael Shawky, 2013
HD-Video, Schwarz-Weiß, Ton, 33 Min.
In arabischer Sprache mit englischen Untertiteln
Koproduktion Wiener Festwochen, Sharjah Biennial

Telematch Shelter
Wael Shawky, 2008
Video, Farbe, Ton, 42:11 Min.

Die männlichen Dorfbewohner von Al Araba Al Madfuna sitzen in einem spärlich beleuchteten Versammlungsraum beisammen, in dessen Mitte ein Loch klafft. Ein Schamane hat ihnen pharaonische Reichtümer prophezeit, wenn sie nur tief genug graben. Das Dorf Al Araba Al Madfuna liegt im Süden Ägyptens an der Grenze zum Sudan. Im Gegensatz zu Giseh oder Luxor sind seine prähistorischen Ruinen noch größtenteils unter dem Wüstensand verborgen.

In Wael Shawkys Film Al Araba Al Madfuna I sind die erwachsenen Männer Kinder mit aufgeklebten Schnurrbarten und sonoren Synchronstimmen. Der ägyptische Filmemacher arbeitet häufig mit Kindern: „Sie sind die Zukunft der Gesellschaft, haben keine dramatischen Erinnerungen, spielen unglaublich gut und ganz ohne Klischees“.

Der zweite Teil von Al Araba Al Madfuna, koproduziert von den Wiener Festwochen, ist eine verträumt-zärtliche Verfilmung zweier Märchen des 2006 verstorbenen ägyptischen Autors Mohamed Mustagab. Neben dem Diptychon wird Telematch Shelter, eine filmische Reflexion über die ägyptische Beduinengesellschaft, präsentiert.
Die komprimiert-filmischen Erzählungen von Wael Shawky, in denen er Mythen, reale Gegebenheiten und Imaginationen miteinander verwebt, gehen stets von historischen und literarischen Quellen aus: „Ich glaube nicht an die Geschichte, aber ich glaube daran, dass wir sie schreiben und dass wir sie übersetzen in unsere Deutungen des Geschehenen“.

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