Karin Hatwagner
VICE-VERSA (Ein Raum, befüllt zu werden)

Künstlerhaus, Passagegalerie
20. Dezember 2013 bis 12. Jänner 2014


Ich bestücke die Passagegalerie mit den mir zur Verfügung stehenden, bereits vorhandenen Elementen meiner kontinuierlichen Arbeit: Assemblagen mit Kisten- und Schachtelsituationen als Ort der Ordnung und Aufbewahrung von Dingen und Seinszuständen.

Ich bediene mich der uralten Tätigkeit des Sammelns, Suchens und Findens, um Aussagen über Lebenssituationen zu machen. Dabei verwende ich Stoffe, die Spuren der Zeit in sich tragen: das sind abgenutzte, zerschlissene Fragmente unserer Umwelt, welche ich zu Kistenszenarien und Plastiken montiere. Gefundene Gegenstände ergeben durch Materialien wie Wachs, diverse Klebstoffe, Fäden und Textilstreifen verbunden, assoziative Raumbilder.

In der Auseinandersetzung des Menschen mit der Umwelt sehe ich mich in der Tradition der Renaissance-Frühbarocken Kunst- und Wunderkammersituation, wobei ich Anleihe beim theatralischen Element barocker „memento mori“ Darstellungen mache.

Künstler wie Paul Thek, Mark Dion, Anna Oppermann, Nancy Graves oder Cy Twombly haben meine Arbeit inspiriert. Die Schauobjekte und Kistenszenarien sind Artefakte, oft mit Fetischcharakter und schaffen Situationen innerhalb eines zugewiesenen Ortes. Das Arrangement der Gegenstände ergibt sich durch den Ort. Bewusst gesetzte Lichteffekte ergeben den Fokus auf gewisse Details. 

Der Galerieraum bleibt während der Ausstellungsdauer nicht begehbar. 

Kuratorin: Natalia Weiss

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