© Karin Mack, Changing Weather, 2015, Filmstill

In Rahmen von eyes on - Monat der Fotografie: Mit einem weiblichen Blick
Kurzfilme von Ilse Chlan und Karin Mack
FREIES KINO - Eintritt frei

Stadtkino im Künstlerhaus
21. November 2016, 19 Uhr



KARIN MACK: Von der Fotografie zum Film
Zuerst kam die Fotografie, gleichzeitig hörte ich auch die Vorlesungen von Peter Kubelka im Filmmuseum. Seine Montage- und Schnitttechnik übertrug ich auf meine fotografischen Arbeiten: Selbstporträts zur Rolle der Frau in Serien und drei blättrigen Montagen (in den 1970er und -80er Jahren). Diese Arbeitsweise führte automatisch zum filmischen Denken. Als ein Kollege des Künstlerhauses sein Atelier und ein Modell für einige Kollegen zur Verfügung stellte, sah ich meine Chance gekommen einen nicht voyeuristischen Film einer sich entkleidenden Frau zu machen: so entstand 1980 „Hautnah“.
2015 nahm ich die Idee zu einem Frauenfilm wieder auf: aus Fotos und bewegten Sequenzen montierte ich den Film „Changing Weather“. Rückenakte und Sequenzen von Wasser und Feuer, Licht und Schattenbildern sind das Material.
Motiv meines Arbeitens ist das Sehen mit einem weiblichen Blick.

Gezeigte Filme
Hautnah, 1980,  super8, 2008 digitalisiert, 5 min
Rhythmen, 2004, super8, 2009 digitalisiert, 8 min
Slow Time, 2013, video, 16 min
Colour for You, for You, 2014, Video, 6 min
Changing Weather, 2015, Fotos/Video, 4 min


ILSE CHLAN
Meine Foto- und meine Videoarbeiten greifen ineinander. Geschichten sind oft das Ausgangsmaterial, aus dem ich Details stark vergrößert zeige. Allen meinen Arbeiten liegt die Thematik der Wahrnehmung von Ordnungen/Nicht-Ordnungen zugrunde. Raster, die nach Rosalind Krauss die Grundmatrix der Moderne bilden, prägen unsere Auffassung von Ordnung und Sicherheit. Mich interessieren die Brüche, Störungen, Verwerfungen, Eruptionen, wo Unvorhersehbares, Unordnung durch die Oberfläche der Standardisierungen und der Ordnungssysteme bricht. Ist es der weibliche Blick?

Gezeigte Filme
I’ll be no trouble, 2016 (Eine Filmsequenz aus Pasolinis „Arabian Nights“ von 1974 ist das Vorbild für diesen Kurzfilm mit Frauen, die nach Österreich geflüchtet sind.)
richtig falsch, 2013
Stolberggasse, 2008/2013
Das bessere Leben, 2010
Das Ich ist ein Chor von Stimmen, 2012/2016
Die Wirklichkeit, die Bilder, 2009/2016


FREIES KINO
Kunst- und Kurzfilme, die sonst nirgends zu sehen sind!
Einmal im Monat präsentiert das Künstlerhaus, die Gesellschaft Bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs, ungewöhnliche Laufbilder, die man sonst kaum zu sehen bekommt. Der Titel der Filmreihe ist hierbei im doppelten Sinn zu verstehen: Einerseits als Kino, das losgelöst, also frei von allen Konventionen, aufregende, bizarre, schräge und provokante cineastische Arbeiten zeigt. Andererseits ermöglicht der freie Eintritt möglichst vielen Menschen diese spannende Entdeckungsfahrt in ungewöhnliche Bilderwelten.
Kuratierung: Kurt Brazda, Hubert Sielecki

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