ENTROPY – Installation und Marian Kaiser

© Jelinek

ÜBER_LEBEN
ENTROPY

Installation / Art-Lab / Performance

Künstlerhaus 1050
25. Mai bis 16. Juni 2018

Eröffnung: 24. Mai 2018, 19 Uhr


ENTROPY ist eine mediale Raum-Installation, die über die gegenwärtigen Diskurse aus Wissenschaft, Technik, Ökonomie, Politik und Kunst, ein Realitätsbild der Gegenwart herstellt. Über ein Monat wird ein temporäres, kollaboratives Kunst-LABor, das am transdisziplinären Diskurs zur Erkundung des Entropie Begriffes arbeitet, im Ausstellungsraum des Künstlerhaus 1050 eingerichtet und als begehbare mediale Installation gezeigt.

Eine transdisziplinäre Community aus Expert*innen und Künstler*innen hat über zwei Jahre in wechselnden LABorsituationen einen transdisziplinären Diskurs über die Effekte der Entropie auf Ökonomie, Politik, Kommunikation und Umwelt geführt und aus den einzelnen Argumenten und Theorien künstlerische Installationen und interaktive Apparaturen ausgearbeitet:
 
Florian Bogner (AT), Christian Faubel (DE), Prof. Stefan Glasauer (DE), Max Hoffmann (US/AT), Friedrich Hausen (DE), Prof. Margarete Jahrmann (AT), Marian Kaiser (DE), Florian Kmet (AT), Peter Koger (AT), Käthe Kruse (DE), Ulli Kühn (AT), Micheal Loizenbauer (AT), Barbara Lubich (DE), Prof. Armin Medosch (AT), Gerald Nestler (AT), Pit Noack (DE), DI. Tobias Nöbauer (AT/US), Hanada Al Refai (SY), MELA Marie Spaemann (AT), Lucie Strecker (DE), Christina Hartl-Prager (AT), Roman Harrer (AT), Louise Linsenbolz (AT), Thomas Wagensommerer (AT) u.a.
 
Ein Projekt von Thomas J. Jelinek in Kooperation mit dem Komponisten und Sound-architekten Jorge Sánchez-Chiong.
Technisches Set-up: Florian Bogner (AT), Roman Harrer (AT)
Produktion: Roma Janus / ROCONCEPT in Kooperation mit NOMAD
 

Aus diesen installativen Inseln der Entropiediskussion hat Thomas J. Jelinek eine mediale Rauminstallation entwickelt, die eine interaktive Landschaft des Gegenwartsdiskurses, aus den verschiedenen Perspektiven und Elementen menschlicher Realitätsproduktion, dem Publikum zur durchwanderung und Kommunikation anbietet.

Der Komponist und Sound-Künstler Jorge Sánchez-Chiong hat aus den Elementen der Installation und Tondokumenten eine Loopkomposition und Sound-Architektur entwickelt, die die argumentativen Linien und räumlichen Tonspuren, mit dem installativen Ambiente zu einem Resonanzraum macht.
Die interaktive Installation wird mit performativen Interventionen zu bestimmten Zeiten über die vier Wochen verteilt verdichtete performative Situationen und Diskursmomente erzeugen.

Auf den Spuren gegenwärtiger Realitätskonstruktion in Politik, Ökonomie, wissenschaftlicher Forschung und Kunst in der Konfrontation mit dem Alltagsbewusstsein in der täglichen Lebensbewältigung, wird in inszenierten LABs, installierter Gedankenlandschaften, zu einem pataphysischen Diskurs zusammengefasst und zu einem partizipativ erlebbaren Rundgang durch ein Labor der Gedankenexperimente zum Zerfall der gegenwärtigen Weltordnungen.

 
ERLEBNISRAUM KÜNSTLERHAUS
Vermittlung für Schulen und Gruppen im Rahmen des Projektes

Interaktives Kunst-LABor mit Thomas Jelinek (11. – 13. Schulstufe) 
Die Schüler*innen durchwandern mit Thomas Jelinek seine mediale Rauminstallation im Künstlerhaus 1050. Sie stellen sich dabei gemeinsam mit dem Künstler folgenden Fragenkomplexen:
Welche aktuellen Diskurse aus Wissenschaft, Technik, Ökonomie, Politik und Kunst beschäftigen die Schüler*innen? Welches Realitätsbild wird den Schüler*innen in Wissenschaft, Technik, Ökonomie, Politik und Kunst vermittelt? Welches Realitätsbild möchten sie selbst vermitteln?
Die Schüler*innen halten ihre zentralen Gedanken fest und integrieren sie in das kollaborative Kunst-LABor zur weiteren Verwertung.
Workshopbeitrag: Euro 3,- pro Teilnehmer*in
[Unter 17 Personen Pauschale: Euro 50,-]
>> Download Vermittlungangebot Schulen 
 
Buchbar im Zeitraum: 25. Mai – 1. Juni 2018 | 11. – 16. Juni 2018
Bitte um frühzeitige Anfrage mit 2 Terminvorschlägen zur Auswahl:
+ 43 1 587 96 63 | kunstvermittlung@k-haus.at



ENTROPY
T.J. Jelinek installiert eine "Neuro-Landschaft", die aus den verschiedenen künstlerischen Arbeiten und wissenschaftichen Apparaturen zusammengesetzt ist und in der zeitgenössische entropische Prozesse und Diskurse verhandelt werden.

Die audiovisuelle Medieninstallation folgt den Spuren des berühmten "H-Theorems” - das die Entropie, im zweiten Hauptsatz der Thermodynamik von L. Boltzmann, definiert - durch eine installative und performative "Mind-Map”, die auf der Basis des 3-dimensional geschlossenen Raum-Zeit Gefüges Informationen verarbeitet und diskutiert.

Der physikalische Begriff der Entropie verweist auf ständige Veränderung: trop? heißt ‚Transformation’, en bedeutet ‚innen’. Innerhalb entropischer Bedingungen verändert sich alles, ständig. Der zweite Satz der Thermodynamik erklärt, dass die Unordnung in einem System entweder zunimmt oder gleichbleibt, aber niemals abnimmt. Entropie ist das Maß dieser Unordnung. Anders gesagt: Das Maß der möglichen Mikrozustände, die ein System annehmen kann.
Über den Umweg der statistischen Mechanik gelangt die Entropie im 20. Jahrhundert in die Kommunikationstheorie und wird nach Claude Shannon als Maß der Möglichkeit von Kommunikation bestimmt. Entropie wechselt vom Register der Physik über die Mathematik in die Bereiche der Medien und des Sozialen. Aus Perspektive von Shannons medientechnisch informierter Kommunikationstheorie ist es dabei gänzlich gleichgültig, ob hier Menschen oder Maschinen miteinander kommunizieren. Der ursprünglich in der Beobachtung von Dampfmaschinen zur Beschreibung der Welt und des Universums geprägte Begriff wird unter den Bedingungen selbständig daten- und signalverarbeitenden Maschinen zur Beschreibungsformel medientechnischer Kommunikation. Kosmos und Kommunikation, Entropie ist überall. 

FRAKTALE: KOSMOS, GESELLSCHAFT, INDIVIDUUM
In der heutigen Informationsgesellschaft ausgedehnten Halbwissens steht unser Weltbild neu zur Verhandlung.
Der gegenwärtige Umbruchprozess lässt sich nicht nur auf globaler politischer, ökonomischer oder ökologischer Ebene oder innerhalb medialer Wirklichkeitskonstruktion verfolgen, sondern zeigt sich in den Fraktalen der Gesellschaft und des Individuums selbst. Und eben das lässt die persönliche Erfahrung, den persönlichen Blick als Argument nicht nur zu, sondern setzt ihn erkenntnistheoretisch voraus. Entsprechend stellen die partizipierenden Expert*innen, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen nichts dar, als sich selbst. Haltung hat Relevanz, Meinung zählt, unabhängig davon, wie wichtig oder unwichtig ein Ereignis, ein Ding, ein Mensch, man selbst, im Gesamtgeschehen ist. Was tue ich hier eigentlich? Ist Entropie die unausweichliche Auflösung in eine laue breite Masse oder der notwendig chaotische Auflösungszustand vor einer neuen Ordnung? Wie verändern sich menschliche Ziele und Handlungsweisen angesichts eines sich verändernden Weltbildes?



nomad-theatre.eu

OPERA of ENTROPY auf vimeo

 

Jorge Sánchez-Ciong und David C. PanzlJorge Sánchez-Ciong und David C. Panzl
© Magafas
Jorge Sánchez-Ciong und David C. PanzlJorge Sánchez-Ciong und David C. Panzl
© Magafas
Prof. Margarete JahrmannProf. Margarete Jahrmann
© Jelinek
MELA Marie SpaemannMELA Marie Spaemann

Anmeldung Künstlerhaus Newsletter

Wollen Sie bequem über aktuelle Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen des Künstlerhauses, Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs informiert werden?
Dann melden Sie sich einfach an.
Selbstverständlich können Sie sich auch jederzeit über den Link im Newsletter wieder abmelden.

Falls Sie auch unseren Kunstvermittlungsnewsletter abonnieren wollen, aktivieren Sie bitte die entsprechende Option im Anmeldeformular.

Durch Ihre Bestätigung erklären Sie sich damit einverstanden, dass die von Ihnen angegebenen Daten zum Zwecke Ihrer weiteren individuellen Betreuung, zur Zusendung von Informationen über Veranstaltungen, Ausstellungen und aktuelle Angebote, auch per E-Mail und zur Einsichtnahme bei Inanspruchnahme von Vorzugsleistungen, gespeichert, verarbeitet und genutzt werden dürfen, und zwar entsprechend den Datenschutzregelungen unserer Nutzungsbedingungen (siehe Website, Impressum).
Ihre Adressdaten werden ausschließlich vom Künstlerhaus, Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs für Ihre Betreuung verwendet und keinesfalls an Dritte weitergegeben. Diese Zustimmung können Sie jederzeit widerrufen.
Wir bitten Sie, uns dies schriftlich per E-Mail an office@k-haus.at oder per Fax an +43 1 587 96 63 99 mitzuteilen.