
Das Wiener Künstlerhaus ist ein traditionsreicher Ausstellungsort. Der historische Bau der Ringstraßenzeit wurde in zentraler Lage neben dem ebenfalls weltbekannten Musikvereinsgebäude am Karlsplatz als Gesellschafts- und Ausstellungszentrum der ältesten Künstlervereinigung Österreichs im Jahr 1868 errichtet. Nach 1945 wurde das Gebäude kontinuierlich zum modernen Ausstellungshaus adaptiert.
Noch heute ist das Haus im Besitz der 1861 gegründeten "Gesellschaft
bildender Künstler Österreichs, Künstlerhaus" (k/hausverein).
Der unabhängige, private Verein mit knapp 500 Künstlermitgliedern
aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Architektur, angewandte
Kunst und Film versteht sich als Plattform für Kunstschaffende und
Kunstinteressierte sowie als Sprachrohr seiner Mitglieder in kulturpolitischen
Anliegen. Zusammen mit dem Ausstellungshaus betreibt der Verein
auch das Künstlerhaus Kino und
beherbergt einen Theaterbetrieb (brut Koproduktionshaus)
sowie ein Restaurant.
Seit 1998 verfolgt das Haus unter neuer Leitung eine Ausstellungsprogrammatik,
die ihre Schwerpunkte auf Architektur, interdisziplinäre Themenausstellungen,
internationale Kooperationen sowie Mitgliederausstellungen setzt.
Neben den fast 2000m² umfassenden, zweigeschoßigen Ausstellungsflächen
für Großausstellungen im Haupthaus
stehen die Hausgalerie im Erdgeschoß
sowie die Kinogalerie im Kinofoyer
für Mitglieder des Hauses zur Verfügung. Die Passagegalerie am Abgang
zur U-Bahn-Passage dient vor allem jungen Künstlern als mediales
Forum, Experimentierfeld und Projektionsfläche mit Live-Events.
Parallel zum Ausstellungsprogramm bietet das Künstlerhaus ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm, das von Diskussions- und Begleitveranstaltungen zu den Ausstellungen über internationale Filmreihen im Kino bis hin zu DJ-Lines und dem alljährlichen großen Sommerfest reicht.
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