assocreation
taste it
eröffnung: 19. märz 2009, 18 uhr
20. märz – 19. april 2009 |
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Foto: © assocreation, 2009

Members of Assocreation. Performance in pink stockings, 2004. Schönbrunner Straße, Wien Foto: © Franco Winter
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Eröffnung
Begrüßung: Otto Häuselmayer, Vizepräsident des Künstlerhauses
Einleitende Worte: Peter Bogner, Direktor des Künstlerhauses
Über Assocreation: Paul Mahringer, Kunsthistoriker
21 Uhr: Party im Kinofoyer - Female Obsession feat.
Lina Leonore, Martin Moser, Ursula Maria Probst
Finissage: Sonntag, 19. April 2009, 15 Uhr
Weitere Informationen:
www.assocreation.com
Christian Smretschnig, 0699-15577666
Assocreation
Künstlerkollektiv gegründet 1997
“Assocreation ist eine Künstlergruppe, die an der Schnittstelle von Netzwerken und deren Übergänge in sinnliche Erfahrbarkeit arbeitet. Ihr Arbeitsmaterial ist der Boden auf dem wir gehen. Sie manipulieren ihn, vernetzen ihn, machen ihn sinnlich erfahrbar. Damit bekommt die „virtuelle Welt“ ein neues Aktionsfeld und die sinnliche Wahrnehmung Impulse aus bisher nicht denkbaren Vernetzungen.” Friedrich Achleitner
Projekte und Ausstellungen (Auswahl):
2007 “Red Carpet”, Agorafolly, Europalia, Brussels.“Freedom”, Basketball Cage, Hofmühlgasse, Wien.“Airlines”, La Centrale électrique / European Center for Contemporary Art, Brussels.“Moon Ride”, Machine-RAUM, Biennale for Video Art and digital Culture, Vejle, Denmark.“Bump”, Playware, Laboral, Centro de Arte y Creation Industrial, Gijon, Spain.
2006 “Moon Ride”, Simplicity, Ars Electronica Ferstival, Linz, Austria. “Walk of Fame”, Knock Knock Picnic, Jack the Pelican Presents, Williamsburg, NY-City.“Hürriyet”, Basketball Cage, Museumstrasse / Lerchenfelderstrasse, Wien.
2005 “A Public Hanging“, Meatpacking District, New York City.“Square Meter”, Laxenburgerstrasse, Wien.“Freedom”: Basketball Cage, Margaretengürtel / Schönnbrunnerstrasse, Wien.“Pink Prints – Assocreation´s street wear“, Schönbrunnerstrasse, Wien.
2004 “Austria becomes free”, Atelier Assocreation, Making-it 2, Wien.“Airlines“, Niemandsland, Künstlerhaus Wien.
2003 “Department of Dance”, La Ciudad Ideal, Biennale of Valencia, Spain.“Assocreation”, Fabrica Gallery Brighton, UK. “Karlsplatz bodenlos”, Kunsthalle Project Space, Wien.
2002 “Common Ground”, Mega - Manifeste der Anmassung, Künstlerhaus Wien. “Shoe Diploma”, Österreichische Nationalbibliothek, Wien
2001 “bump”, Prix Ars Electronica, O.K. Center for Contemporary Art, Linz, Austria.Ars Electronica Award for Interactive Art for bump
1999 “bump”, Ars Electronica Festival (Linz – Budapest) |
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Kommen Sie ins Künstlerhaus, Ihre Haare sind schon da!
Peripatetische Intimitäten von Assocreation in der k/haus galerie
Peripatetiker nannte man die Anhänger des Aristoteles angeblich deshalb, weil sie beim Philosophieren umherwandelten. Peripatetisch ist das Erlebnis, wenn man, wie in der K/Haus Galerie, über einen Menschenhaarboden geht. Assocreation bringt uns auch bei dieser neuen Arbeit bei, schreitend den realen Raum zu erfahren.
In unserer medialisierten Gesellschaft kommen wir ohne das ständige Verarbeiten von Bilddaten nicht mehr aus. Während wir uns scheinbar mühelos im optischen Raum des Cyberspaces zurechtfinden, tun wir uns schwer, uns mit der selben Leichtigkeit im realen Raum zu bewegen. Assocreation zeigt diese Diskrepanz nicht nur auf, die Gruppe versucht auch gleichzeitig der Ohnmacht – die sich einstellt, hat man diese Diskrepanz einmal erkannt hat – etwas entgegenzusetzen, eine Strategie zu entwickeln.
Im Künstlerhaus kommt zur peripatetischen Strategie eine gehörige Portion Intimität dazu.
In der Soundinstallation „Hörspiel“ entblättern sich die fünf Künstler durch die akustische Offenlegung ihrer Arbeitsweise. Um dies zu hören muss man aber erst über ihre Installation „Feldarbeit“ gehen. Tausende Haarschnitte unbekannter Personen hat es bedurft um einen ganzen Raum im K/Haus mit Menschenhaar auszulegen – vielleicht sind auch Ihre Haare darunter! Erst durch das Beschreiten der Haare verweben und verdichten sich diese im Lauf der Zeit zu einer wärmenden Decke, die den Museumsboden überzieht.Als Kontrapunkt zu diesen Installationen durchbricht Assocreation die museale Intimität des Künstlerhauses mit einem einfachen Papperohr, das aus der Fassade ragt, und aus dem es auf den Gehsteig vor dem Künstlerhaus regnet. Ein kleinräumig, örtlich begrenzter, aber 4 Wochen durchgehender Regenguss prasselt auf den Asphalt. Die Installationen stellen eine konsequente Weiterarbeit an den peripatetischen Werken der 1997 gegründeten Gruppe dar. Bislang waren diese hauptsächlich bei Kunstinstitutionen in USA, England, Spanien, Belgien, Dänemark und sowie bei der Ars Electronica in Linz zu erleben. |