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Hans Lenes True Lies Eröffnung: 9. Februar 2012, 19 Uhr 10.-26. Februar 2012 Hans Lenes, Teil der 68er Generation, widmet bereits sein ganzes Leben der Malerei und dennoch ist er den meisten unbekannt. Die Werke sind fantastisch und jedes gilt, trotz seines Wiedererkennungswertes als außergewöhnlich. Einzig durch seine Institutionsscheu bleibt Lenes lieber Außenseiter. Umso spannender ist die Ausstellung der Künstlerhaus Galerie mit dem markanten Titel „True Lies“. Zum ersten Mal werden in musealem Rahmen Werke der letzten 30 Jahre ausgestellt. Neben dem Kurzfilm „Ho Anthropos“ von Mansur Madavi, wird ebenso der noch nie präsentierte, eigenproduzierte Kurzfilm „Splitter“ zu sehen sein. In den Werken Hans Lenes‘ sind menschliche Figuren meist in urbane oder ländliche, reale oder fiktive Landschaften eingebettet. Die Figuren sind dabei nicht Teil der Landschaft, sie ragen über die Gebäude hinaus, scheinen zu schweben, sind weder anatomisch noch proportional korrekt dargestellt. Der Mensch ist nicht bloß der mit Haut umspannte Aufbau seiner Knochen, vielmehr ist er als emotionales Wesen zu lesen, das in seiner Visualisierung höchst wandelbar ist. Als wären sie Teil einer absurden Traumwelt, vereinen Lenes‘ Wesen mehrere Menschen oder Situationen in sich, erleben Metamorphosen, können nicht eindeutig gefasst werden. Diese spezifische Art der Traumdarstellung ist typisch für das Oeuvre des Künstlers und zeichnet sich bereits in den Werken der 1970er Jahre ab. In der weiteren Entwicklung der Bildsprache reifen Lenes‘ Ausdrucksweisen kontinuierlich aus. Linien beginnen sich aufzulösen, die Figuren verlieren sich zusehends. Das Menschliche wird dem Betrachter nur suggeriert, die Formen zu finden wird zur Eigenleistung. Die interpretative Freiheit des Betrachters wird durch die Ablehnung Lenes‘ unterstützt, seine Werke durch Bildtitel in gedankliche Grenzen zu zwingen. Die Intention des Künstlers seine persönliche Traumwelt auf Papier oder Leinwand zu bringen wird nebensächlich, sobald der Betrachter in das Dargestellte eintaucht. Auch für Hans Lenes selbst ist es ein Eintauchen, seine traumgleiche Bildwelt ist nur während des Schaffensprozesses ein Teil seiner selbst. Er nimmt jedoch einen höheren Standpunkt ein, behält den Überblick. Er verliert sich nicht in winzigen Details, setzt diese vielmehr meisterlich in Beziehung zueinander. Dies erlaubt es Lenes, mühelos mehrere Bildebenen miteinander zu verknüpfen.
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