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2 christine de pauli zorka l-weiss melitta moschik ute müller max seibald wolfgang walkensteiner eine kooperation mit dem kärntner kunstverein eröffnung: 27. 04. 07, 19 uhr 28. 04. – 20. 05. 2007 |
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Im Wesentlichen bejaht die Auswahl der KünstlerInnen für diese Ausstellung
eine Auffassung von Qualität, die die Skepsis gegenüber der Modeströmung
und dem Trend nicht verleugnet. Im Bewusstsein des heuer 100-jährigen
Bestehens des Kunstvereins Kärnten präsentieren sich sechs Persönlichkeiten
die der evidenten Kraft der klassischen moderne den Kontext und dem zeitgenössischen
Anspruch die Überschreitung entlehnen. Diese sechs KünstlerInnen des Kunstvereins
Kärnten sind somit nicht stellvertretend für seine 206 Mitglieder vorgestellt
wohl aber Positionen aus der breite der Möglichkeiten, Auswahl aus großem
künstlerischem Reservoir und ganz gewiss die Wahl der Qual des Differenten.
Christine de Pauli retuschiert ihre gestischen Ausfälle, ihre am Pinsel entlang fließenden Kalligrafien einer universalen Sprache mittels einer Unzahl von Weissstufungen, deren Substanz alles eignet zu radikaler Transzendenz in meditativer Einkehr. Zorka L.-Weiss vertraut ihre Farbigkeit der Schlichtheit von Zonen, Feldern an, deren Ordnung Funktion übernehmen im errichten von Horizonten über Horizonten, die von Ferne ins Nahe holen das Weite, und wegschicken in die Weite als fernes das Nahe. Melitta Moschik reduziert ins Material aus Blech und Platte und markiert als Akt des Verteilens bemühte Gerechtigkeiten, eine an der Gleichmäßigkeit erprobte Poesie von ja-nein Gedichten, und auch wie Lochstreifen und Fadenwege am Nichts entlang. Ute Müller müht Menschen und Würfel, Figuren und Gebälk nach Strich und Farbe, der Sehnsucht blauer Lagunen versprochen - unter Kellerstiegen und Dachbodengestühl festgemacht, klammheimlich, dem Verzehr der Augenschmauser. Max Seibald ergänzt, was er durch Abschnitt und Ausschluss vernichtet mit der knappen Strenge des geometrischen Körpers, die Quaderskulpturen beben die Erinnerungen nach an das Berührtsein aus Öffnungen für das lebendige Fleisch. Wolfgang Walkensteiner schickt seinen malerischen Fundus in den Raum des Erkundens von Unendlichkeit und paart ihn dort mit dem harten Anspruch zu überdauern, aufgezeigt an Zerbrechlichkeiten, die seine "Gestelle" bevölkern als Eier. Wolfgang Walkensteiner, Wien, April 2007 |