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vertauscht. 2
christine de pauli
zorka l-weiss
melitta moschik
ute müller
max seibald
wolfgang walkensteiner

eine kooperation mit dem kärntner kunstverein

eröffnung: 27. 04. 07, 19 uhr
28. 04. – 20. 05. 2007
 





















Christine de Pauli


Melitta Moschik



Ute Müller: aus der Serie: "a maze´s avatar or ariadne´s dream", 2006, 40 x 30 cm, Eitempera auf Molino © Ute Müller


Max Seibald:Ppossen: postposito, KemiTtaidemuseo, Finnland, 2003 © Max Seibald

Wolfgang Walkensteiner: Das Gestell, 2006, 70 x 100, Eitempera auf Leinen © Wolfgang Walkensteiner
 
Im Wesentlichen bejaht die Auswahl der KünstlerInnen für diese Ausstellung eine Auffassung von Qualität, die die Skepsis gegenüber der Modeströmung und dem Trend nicht verleugnet. Im Bewusstsein des heuer 100-jährigen Bestehens des Kunstvereins Kärnten präsentieren sich sechs Persönlichkeiten die der evidenten Kraft der klassischen moderne den Kontext und dem zeitgenössischen Anspruch die Überschreitung entlehnen. Diese sechs KünstlerInnen des Kunstvereins Kärnten sind somit nicht stellvertretend für seine 206 Mitglieder vorgestellt wohl aber Positionen aus der breite der Möglichkeiten, Auswahl aus großem künstlerischem Reservoir und ganz gewiss die Wahl der Qual des Differenten.

Christine de Pauli
retuschiert ihre gestischen Ausfälle, ihre am Pinsel entlang fließenden Kalligrafien einer universalen Sprache mittels einer Unzahl von Weissstufungen, deren Substanz alles eignet zu radikaler Transzendenz in meditativer Einkehr.

Zorka L.-Weiss
vertraut ihre Farbigkeit der Schlichtheit von Zonen, Feldern an, deren Ordnung Funktion übernehmen im errichten von Horizonten über Horizonten, die von Ferne ins Nahe holen das Weite, und wegschicken in die Weite als fernes das Nahe.

Melitta Moschik
reduziert ins Material aus Blech und Platte und markiert als Akt des Verteilens bemühte Gerechtigkeiten, eine an der Gleichmäßigkeit erprobte Poesie von ja-nein Gedichten, und auch wie Lochstreifen und Fadenwege am Nichts entlang.

Ute Müller
müht Menschen und Würfel, Figuren und Gebälk nach Strich und Farbe, der Sehnsucht blauer Lagunen versprochen - unter Kellerstiegen und Dachbodengestühl festgemacht, klammheimlich, dem Verzehr der Augenschmauser.

Max Seibald
ergänzt, was er durch Abschnitt und Ausschluss vernichtet mit der knappen Strenge des geometrischen Körpers, die Quaderskulpturen beben die Erinnerungen nach an das Berührtsein aus Öffnungen für das lebendige Fleisch.

Wolfgang Walkensteiner
schickt seinen malerischen Fundus in den Raum des Erkundens von Unendlichkeit und paart ihn dort mit dem harten Anspruch zu überdauern, aufgezeigt an Zerbrechlichkeiten, die seine "Gestelle" bevölkern als Eier.


Wolfgang Walkensteiner, Wien, April 2007