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sound:frame Festival 2010
26.3. - 18.4.2010

ambientartlab
Laboratory for Digital Art and Interactive Media
Florian J. Gruber
Nikolaus Hartmann
Thomas Lorenz
Infection
Eröffnung: 26.3.2010, 18 Uhr
27.3. - 18.4.2010
Mittwoch bis Sonntag 18-21 Uhr
Künstlerhaus k/haus Passagegalerie

 




 

 


 
sound:frame Programm www.soundframe.at

ambientartlab www.ambientartlab.at


Das sound:frame Festival ist im vierten Jahr seines Bestehens zu einem der bekanntesten audio:visuellen Festivals in Europa geworden. 2010 präsentiert sound:frame mit dem Thema dimensions erneut den aktuellsten Stand der Audio:vision. Der Fokus des Festivals liegt diesmal auf der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen räumlichen Qualitäten und dreidimensionalen, räumlichen Strukturen.
Das sound:frame Programm 2010 umfasst wie gewohnt Ausstellungen, Live-Performances, Symposien und Workshops. Passend zum Thema dimensions, wird sich die sound:frame Ausstellung 2010 nicht nur auf einen Ort konzentrieren, sondern sich erstmals auf unterschiedliche Ausstellungsflächen in Wien sowie auf öffentliche Plätze im urbanen Raum ausdehnen.


ambientartlab
Laboratory for Digital Art and Interactive Media
Florian J. Gruber
Nikolaus Hartmann
Thomas Lorenz
Infection
Eröffnung: 26.3.2010, 18 Uhr
27.3. - 18.4.2010
Mittwoch bis Sonntag 18-21 Uhr
Künstlerhaus k/haus Passagegalerie

Das ambientartlab ist ein Kollektiv von Künstlern und Designern aus den Bereichen Medienkunst, Architektur und experimenteller Klang- und Raumforschung. Seit mehreren Jahren entwickeln die Künstler des AAL audio-visuelle, installative und performative Arbeiten in einem dialektischen Schaffensprozess. In ihren Projekten geht es darum, mit Gesehenem und Gehörtem auf BesucherInnen und Örtlichkeit zu reagieren und eine besondere Form des Dialogs zwischen Kunstwerk, RezipientIn und Raum entstehen zu lassen.

Infection ist eine audio-visuelle Installation die sich mit einem bestimmten Ort verbindet um seine räumlichen und zeitlichen Eigenschaften zu verändern. In Anlehnung an Umberto Ecos Text „Das Foucaultsche Pendel“ erzählt die Arbeit nicht nur von einem Ort in ständiger Bewegung, sondern etabliert auch eine visuelle und akustische Form von Raum die das Ergebnis unserer Imagination ist. Hinter jeder Wand liegt ein anderer Ort, geschaffen von unserer Vorstellungskraft oder lebendig durch unsere Erinnerung. All diesen Orten - ob es sich nun dabei um virtuelle oder reale, imaginäre oder wirkliche Räume handelt - ist eine Qualität des „Konstruierten“ gemeinsam. Daher bezieht sich unsere - räumliche - Vorstellungskraft auf die unterschiedlichen Qualitäten von Dimensionalität und unterliegt einem fortwährenden Prozess der Demontage und Rekonfiguration.
Infection spielt mit der Flüchtigkeit des Realen und des Imaginären indem sie zwei visuelle Ebenen gegenüberstellt die den aktuellen Ort von beiden Seiten des Spektrums her langsam auflösen. Während sich der Blick nach draußen im Laufe der Zeit von einer Geometrie des Realen in eine abstraktere Form verwandelt, legt die gegenüberliegende Wand, die ursprünglich leer und frei von räumlicher Notation über das zweidimensionale hinaus ist, allmählich imaginäre Orte dahinter frei, die dem realen Raum ähnliche Formationen annehmen. Der Raum dazwischen ist Zentrum einer räumlich-akustischen Komposition die den Rhythmus visueller Veränderung antreibt und die Atmosphäre des Bildraumes in das Reale hinein erweitert.
In der Mitte der Installation befindet sich ein von der Decke herabhängendes Pendel, das als Übergangspunkt zum Imaginären fungiert. Es repräsentiert einen Fixpunkt in Zeit und Raum und obwohl es sich in einer stetigen Bewegung seinen Weg durch den Raum bahnt, sind es eigentlich die Räume um das Pendel herum die sich verschieben, verändern und entwickeln. Indem sie die Richtung und Geschwindigkeit des Pendels verändern, gewinnen die ZuschauerInnen Einfluss auf die sie umgebenden Dimensionen und können diesen Ort zurückdrängen, beschleunigen, verformen oder verlangsamen.