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nina stuhldreher - by purpose, not by plan
sonia leimer - not enough detail is given for a reconstruction, however


eröffnung: 14. mai 2009, 19.30 uhr
15. mai - 14. juni 2009
 

Nina Stuhldreher





Sonia Leimer




 
Eröffnung: 14. Mai 2009, 19.30 Uhr

Begrüßung: Peter Bogner, Direktor des Künstlerhauses
Eröffnung: Walter Seidl


Spezielle Ausstellungsbesichtigung:

Freitag, 29. Mai und 5. Juni 2009, 17-19 Uhr und auf Anfrage Tel. 01 / 587 96 63 oder 0669 / 19466146

Kuratorin: Ursula Maria Probst


Nina Stuhldreher
Geboren 1973 in Düsseldorf. Studium Bildende Kunst, Kulturwissenschaften und Philosophie in München, Wien, Düsseldorf und Paris. Lebt in Wien. Ausstellungen/ Performances/ kuratorische Projekte (Auswahl):Bilder der Wissenschaft - FWF/ Haus der Forschung, Wien (2009); Disagreements on Knowledge, dietheater im Konzerthaus, Wien (2007) - Is there anyone out there?, galerie5020, Salzburg (2006); Öffentlichkeit als Medium I+II, ZKMax, München (2005-06) - Between Fake and Quotation, ATA Contemporary Art Center, Plovdiv, Bulgarien (2005); prologue, ESC, medienkunstlabor im Kunsthaus, Graz (2005) - Born to be a Star, Künstlerhaus, Wien (2004); con_nect_the_dots, LeRoy Nieman Gallery, NYC (2004); 3. berlin biennale, Kunstwerke, Berlin* (2004) - Mothers of Invention, MuMoK, Vienna* (2003); Musik Didactique, Shedhalle, Zürich (2003) - Perception Geographies, lothringer13, München (2002); Das Experiment 2b, Secession, Wien* (2002) - Digital Happy Hour, Medienforum München (2001) Low Tech, kunstraum, München, Shedhalle, Zürich (2001). * zusammen mit <a room of one´s own>


Sonia Leimer

Geboren 1977 in Meran (I), lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien. Mak Schindler Stipendium in Los Angeles (2005), Margarete Schütte Lihotzky Stipendium (2007) und das Staatstipendium für bildende Kunst (2008). Ausstellungen bei Manifesta 7, Georg Kargl Galerie, Mak Center Los Angeles, Kerava Museum Helsinki und bell street project space Wien (solo). Sie hält eine Radiosendung Image and the city auf Radio Orange, Wien.




by purpose, not by plan
Social-Media-Installation von Nina Stuhldreher Eine augenzwinkernde Fußnote zum aktuellen Pornographie-Hype und dem, was Web2.0-Technologien mit uns machen.

Kata Drescher hat mal wieder Trouble. Sie wird deleted, geblockt und gesperrt.Dabei macht sie doch nur, was alle machen: sich im Netz privat verhalten.Während eine Sex- & Dating-Plattform nach der anderen aus dem Boden sprießt, die linke Kunstelite das kultur- und technikverändernde Potenzial von Pornographie entdeckt hat und eine Hochglanzdiskurs-Veranstaltung zu diesem Thema die nächste jagt, warten sie einsam im Netz darauf, benutzt zu werden: die "flag" und "report" Buttons. Mission: "We protect you from what you want", damit der finanzkräftige Spagat zwischen Sehnsuchtsökonomie und Familientauglichkeit nicht gefährdet ist. Kata Drescher interessiert das vorübergehend alles nicht. Sie beobachtet und macht, und wenn man unbedingt aus dieser kleinen bildnerischen Notiz zum aktuellen Geschehen Bedeutung rausprügeln möchte, dann sollte man sich am ehesten auf ihrem Titel davon tragen lassen ... in die Welt eines augenzwinkernden evolutionstheoretischen Blicks auf die Dinge: Denn wie Nina Stuhldreher schon in ihren "I'VE SEEN MY BODY ELECTRIC"-PerformanceLectures resümierte, fröhnt die Natur in Form des Menschen einfach gerade fröhlich ihrer Selbstbespiegelungsphase - whatelse is humanity right now but a teenager dancing in front of a mirror?

Also: Just be private -- nothing else.

(Dank an Kata Drescher für die Bereitstellung des Materials.)




Sonia Leimer - not enough detail is given for a reconstruction, however

Sonia Leimer bespielt die Fahnenmasten vor dem Künstlerhaus Kino. Die Fahnenmasten werden derzeit nicht benutzt da sie die Sicht auf das Werbebanner am Künstlerhaus beeinträchtigen. Die Fahnen die Sonia Leimer dort installiert sind aus Greenbox-Stoff genähnt. Dieser wird für Filmaufnahmen verwendet, in denen später digital Bilder hinzugefügt werden, die das Grün des Stoffes ersetzen. Die Fahnen können als Projektionsflächen für digitale und fiktive Geographien, Zeiten und Gemeinschaften gelesen werden. In ihrer Präsenz vor dem Kino des Künstlerhauses spannen sie Fragen auf die sich mit der Bedeutung von Raum in Zeiten der digitalen Bildproduktion beschäftigen.