© I’m a Star! 2002, Stefan Stratil

FREIES KINO - Eintritt frei
Experiment Animation. Filme von Stefan Stratil von 1984 - 2004

Stadtkino im Künstlerhaus
11. Februar 2020, 20 Uhr


Experiment Animation. Filme von Stefan Stratil von 1984 - 2004 

Das grob chronologische Programm enthält sehr unterschiedliche Kurzfilme, was Technik und Ästhetik betrifft. Manche davon waren im Festivalbetrieb sehr erfolgreich, wie der Film „Der Mensch mit den modernen Nerven“ über Adolf Loos, der es 1989 bis zur
Semaine de la Critique nach Cannes geschafft hat und bis heute immer wieder öffentlich gezeigt wird. Andere, wie zB. einige der Auftragsfilme, waren nach ihrem offiziellen Einsatz nicht mehr sehr oft zu sehen. Fast immer handelt es sich jedenfalls um klassische, analog hergestellte Animationsfilme, die auf Einzelbildaufnahmen basieren, ausgeführt in
unterschiedlichen Techniken, Zeichentrick, Stop Motion, Legetrick etc., gelegentlich kam auch Found Footage zum Einsatz, oder ein hybrider Technikmix, wie bei „I’m a Star!“von 2002. Gemeinsam ist vielen Filmen auch ein starker musikalischer Bezug. Zu betonen ist hier die oftmalige Zusammenarbeit mit Moritz Reichelt und der befreundeten Artpop-
Gruppe „Der Plan“ seit den frühen 80er Jahren. Die in dieser Zeit gängige, von Punk und New Wave beeinflusste Do-it-yourself-Attitüde förderte das Interesse am Ausprobieren, mündete in einem konsequentem Learning by doing und erklärt vielleicht neben dem
langen Zeitraum von 20 Jahren, in dem die Filme entstanden, ihre Heterogenität Die Filme pendeln zwischen narrativer und assoziativer Erzählweise und manchmal gelang die eher ungewöhnliche Kombination von Experiment und Humor, so wie man insgesamt man von einem leidenschaftlichen Wandeln zwischen den Kategorien sprechen kann.

FREIES KINO
KÜNSTLERHAUS IM STADTKINO
Kunst- und Kurzfilme, die sonst nirgends zu sehen sind!

Monatlich präsentiert das Künstlerhaus, die Gesellschaft Bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs, ungewöhnliche Laufbilder, die man sonst kaum zu sehen bekommt. Der Titel der Filmreihe ist hierbei im doppelten Sinn zu verstehen: Einerseits als Kino, das losgelöst, also frei von allen Konventionen, aufregende, bizarre, schräge und provokante cineastische Arbeiten zeigt. Andererseits ermöglicht der freie Eintritt möglichst vielen Menschen diese spannende Entdeckungsfahrt in ungewöhnliche Bilderwelten.

Kuratierung: Kurt Brazda, Hubert Sielecki