Künstlerhaus nimmt seine Jahrhundertchance wahr!

.
16. November 2015


Die Mitglieder des Künstlerhauses haben sich mit einer überzeugenden Mehrheit für einen gemeinsamen Weg mit der Haselsteiner Familien-Privatstiftung und der Albertina entschieden.

Die außerordentliche Hauptversammlung am 16. November 2015 ergab zum Thema "Genehmigung des Gesellschaftsvertrags mit der Haselsteiner Familien-Privatstiftung" die folgende Abstimmung:

152 anwesende stimmberechtigte Mitglieder
224 berechtigte Stimmen / d.h. 72 Stimmübertragungen

218 abgegebene Stimmen
davon 4 ungültige Stimmen
davon 69 Stimmen gegen die Genehmigung
davon 145 Stimmen für die Genehmigung

An diesem Tag zählte die Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs insgesamt 429 wahlberechtigte ordentliche Mitglieder, ordentliche Ehrenmitglieder und korrespondierende Mitglieder.
51% aller wahlberechtigten Mitglieder nahmen an der Abstimmung teil mit dem Ergebnis eines eindeutiges Votums für die künftige Zusammenarbeit mit der Haselsteiner Familien-Privatstiftung.



Das Haus am Wiener Karlsplatz soll am 1. September 2018 wiedereröffnet werden, auf den Tag genau zum 150-jährigen Jubiläum.

In der künftigen Betreibergesellschaft hält die Haselsteiner Familien-Privatstiftung 74 Prozent, das Künstlerhaus die Sperrminorität von 26 Prozent.
Die Haselsteiner Familien-Privatstiftung wird rund 30 Mio. Euro für die dringend notwendige Sanierung des Gebäudes und der Haustechnik und etwa 700.000 Euro für die jährlichen Erhaltungskosten aufbringen.
Dafür erhält sie etwa 50 Prozent der nach der Sanierung verfügbaren Ausstellungsflächen und wird, gemeinsam mit der Albertina, österreichische Kunst nach 1945 (bzw. 1918) in wechselnden Ausstellungen präsentieren.

Hingegen wird die Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs nach Jahrzehnten zähen Überlebenskampfes erstmals ganzjährig Programme gestalten, ohne das Haus wie bisher durch Vermietungen am Leben erhalten zu müssen. Dafür werden neben bereits bestehenden Räumlichkeiten auch neu zu schaffende Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen zur Verfügung stehen.

Gerüchte, dass das Stadtkino im Künstlerhaus oder das Theater brut gefährdet wären entbehren jeder sachlichen Grundlage. Vielmehr wird die Generalsanierung auch diese zum Künstlerhaus gehörenden Einrichtungen umfassen (das Kino wurde größtenteils bereits 2014 restauriert).