© Elisabeth Bakamba Tambwe, Installation (2019)

Artist Performance
Elisabeth Bakambamba Tambwe

Künstlerhaus 1050
4. Dezember 2019, 19 Uhr


Abstraction
Performance von Elisabeth Bakambamba Tambwe.
 
Bedrängt vom gesellschaftlichen Umfeld wird dem Individuum eine Identität mit Geburt gegeben: Name, Vorname, sowie identitätsbildende Eigenschaften, wie Geschlecht, kultureller und sozialer Hintergrund. Diese Totalität formt den universellen Rahmen der aufgezwungenen Identität des Einzelnen. Tambwe wirkt dagegen in ihrer Performance wie eine Raupe, die sich in einen Kokon verkriecht und als eine groteske Form wieder erscheint - ein neu erfundener, abstrakter und verwirrter Körper, der uns neue, eigene Interpretationen erlaubt.
 
Künstler*innen:
Elisabeth Bakambamba Tambwe (*1971) lebt und arbeitet als Performancekünstlerin, Choreografin und bildende Künstlerin in Wien. Geboren im Kongo, wuchs sie in Frankreich auf und studierte bildende Kunst an der École des Beaux-Arts in der nordfranzösischen Stadt Tourcoing. Nach ihrem Abschluss 1998 wurde Tambwe als Tänzerin und Performerin tätig. Ihr inhaltlicher Fokus liegt u.a. auf der Manipulation von Körpern in Westeuropa und dem Kongo. Ihre Performances, die stets den um sie geschaffenen installativen Raum einbinden, wurden u. a. bei ImPulsTanz, bei den Wiener Festwochen, im Tanzquartier Wien und beim steirischen herbst in Graz uraufgeführt.
 
Pierre Molinier (*1900/+1976) war ein französischer Maler, Fotograf und Objektkünstler. Molinier wurde in Agen geboren und lebte bis zu seinem Tode in Bordeaux. Seine Karriere begann er als Landschaftsmaler, aber schon bald wurde die fetischistische Erotik Schwerpunkt seiner Arbeit. Molinier begann mit seiner erotischen Kunst um 1950. Mit der Hilfe von zahlreichen speziell angefertigten Requisiten – Puppen, verschiedene Prothesen, Stöckelschuhe, Dildos – und gelegentlich einer Vertrauten, konzentrierte sich Pierre Molinier in erster Linie auf seinen eigenen Körper als Werkzeug und konstruktive Form für seine umfassende fotografische Arbeit. Die meisten seiner Fotografien und Fotomontagen sind Porträts von sich selbst als Frau. Pierre Moliniers enigmatische Fotografien haben europäische und nordamerikanische Vertreter der Body-Art seit den 1970ern beeinflusst; unter anderem Jürgen Klauke, Cindy Sherman und Ron Athey. Moliniers Werke beeinflussen auch heute Künstler, Kritiker und Kunstsammler.
 
Im Rahmen der Ausstellung Und Schwester Makart geht auf Wanderschaft.