Haben und Brauchen in Wien
Ein Projektzyklus der Vielen im Künstlerhaus 1050

Künstlerhaus 1050
7. März bis 22. Juni 2019


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Ein Projektzyklus und Kooperationsprojekt des Künstlerhauses, 
Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs 
unter der künstlerischen Leitung von Tim Voss
 
Kooperationspartner*innen sind 
IG Bildende Kunst, IG Kultur Wien, Wiener Perspektive, Kulturen in Bewegung, BOEM* Verein zur Förderung von Kunst, Kultur, Wissenschaft und Kommunikation, Radio Ö1 Kunstradio, Radio Orange 94.0 und Foto Wien 2019

Haben und Brauchen ist der Titel eines 2011 in Berlin gegründeten Diskussions- und Aktionsnetzwerks freier Künstler*innen und einem daraus entstandenen Manifest. Haben und Brauchen in Wien ist, in Anlehnung an diese Referenz, ein Projektzyklus des Künstlerhauses 1050 unter seinem neuen künstlerischen Leiter Tim Voss in Auseinandersetzung mit den aktuellen Bedingungen künstlerischer Produktion in Wien, sowie der Frage nach der Zugänglichkeit von Institutionen. Dazu öffnet das Künstlerhaus 1050 für die Begegnung und den Austausch von knapp 60 größtenteils lokalen künstlerischen und soziokulturellen Initiativen, die auf Basis eines Open Calls eingeladen wurden, die Räumlichkeiten mit ihren Projekten zu bespielen. Die Akteur*innen aus der freien Kulturszene werden vor Ort Ausstellungen, Kochshows, Workshops, Performances, Konzerte und Symposien produzieren und umsetzen.

Haben und Brauchen in Wien fragt die teilnehmenden Akteur*innen nach den Idealen und den Produktionsbedingungen ihrer freien, künstlerischen, geistigen und bildenden Arbeit am Standort Wien. Haben und Brauchen in Wien unterstützt die freie Szene der Kulturproduzent*innen in der Selbstorganisation zur Formulierung ihrer Anliegen. In Anbetracht ihrer überwiegend prekären Arbeitsbedingungen wird es nicht darum gehen in einem System, das ihnen ständig das Wasser abzugraben droht, besser zu funktionieren, sondern diesem gegenüber festzustellen, was man braucht und was man bekommt, und mit diesen Informationen weiter zu handeln. So eröffnet zum Beispiel die Wiener Perspektive am 16. März ihr erstes artist commons-Modell – sieben Performer*innen und Kollektive nutzen die Räumlichkeiten im Künstlerhaus 1050 im Sinne eines common good als Proben-, Arbeits- und Präsentationsraum – mit einer Konferenz, die einen Dialog zu gemeinsam genutzten Räumen und Gütern anstoßen will.
 
Diese und weitere Ergebnisse der Produktion vor Ort werden dem Publikum während der Laufzeit jeweils donnerstags, freitags und samstags präsentiert: 
So arbeiten sieben kuratorische Kollektive an vierzehntägig wechselnden Ausstellungen in einem Nachbau der Passagegalerie, dem ehemaligen Ausstellungsraum des Künstlerhauses im U-Bahn-Bereich des Karlsplatzes. Die Ausstellungseröffnungen finden am Donnerstagabend statt, im Wechsel mit Gesprächsformaten wie der Roten Wand, einer Reihe von Künstler*innengesprächen.
Die Freitagabende stehen im Zeichen des gemeinsamen Kochens und Essens: Im Rahmen einer wöchentlich stattfindenden Kochshow stellen sich zwei Teams unterschiedlicher Initiativen und Projekte, die bei Haben und Brauchen in Wien mitwirken, vor und geben, moderiert für das freie Radio Orange und Ö1 Kunstradio, in Interviews Einblicke in ihre Praxis. Jeweils am Samstagnachmittag erwartet die Besucher*innen des Künstlerhauses 1050 das von Migrant*innen betriebene Café Diamant, abends sind Konzerte und Performances zu erleben.
 
Haben und Brauchen in Wien ist ein dynamischer und üppiger künstlerischer Polylog gemeinschaftlicher Arbeitsweisen, sozialer Praktiken, spezifischer Eigenheiten, politischer Anliegen und nicht zuletzt der Rezepte, der Töpfe und der Pfannen.
 
Projektbeteiligte bei Ausstellungen, Chören, Filmen, Workshops, Kochveranstaltungen, Konzerten, partizipativen Installationen und Projekten, Performances, Lectures und Talks: 
u.a. Anke Armandi, Franziska Adensamer, Elisabeth Bakambamba Tambwe, Alice Bauer, Gabriele Baumgartner, Alisa Beck, Angela Besunk, Jonas Beutlhauser, Blanka Böcskei, Kirsten Borchert, Brigitte Bruckner-Mikl, Veronika Burger, Francesca Cafaro, Caritas Wien, Elena Carr, Helin Celik, Marcelo Chaparro, Ninos Consentidos, Gabrielle Cram, Adriana Cubides, Monika Dorninger, Claudia Dorninger-Lehner, Manuel Eder, Lena Fankhauser, Michael Fischer, flat1, Anna-Laura Gartner, Petra Gell, Rafaela Gras, Uschi Gröppel, Milly Groz, Maria Grün, Regina Hadraba, Tatjana Hardikov, Ana Maria Heigl, Friederieke Heine, Uta Heinecke, Maria Herold, Barbara Höller, Miha Horvat, Adele Horvath, Nabila Irshaid, Nora Jacobs, Nora Jacobs, Matheus Jardim, Gisela Jöbstl, Aurelia van Kempen, Victoria Kirilova, Luise Kloos, Lena Knilli, Johannes Krenner, Amadeus Kronheim, Marieliese Kudlich, Paula Langthaler, Lena Lapschina, Elina Lautamäki, Monika Lederbauer, Gudrun Lenk-Wane, Emilia Lichtenwagner, Marissa Lobo, Ina Loitzl, Georg Maché, Nicole Marte, Migrating Kitchen (BOEM * Verein zur Förderung von Kunst Kultur Wissenschaft und Kommunikation), Tamas Molnar, Martina Montecuccoli, Gerald Moser, Christian Murzek, Arthur Moussavi, Magdalena Nagenrauft, notfoundyet, Stefan Nützel, Maximilian Otte, Juan Carlo Paniagua, Emanuela Panucci, Karin Pauer, Petra Paul, Lucas Pawlik, Gustavo Petek, Bruno Pisek (das sprechchorensemble), Magdalena Plöchl, Rainer Prohaska, Ingrid Pröller, Tanja Prušnik, Tobias Pustelnik, Eva Randa, ZAK RAY, Martina Reinhart, Anna Reisenbichler, Ilse Reiser, Doris Richter, Laura Rieger, Angelica Rimoldi, Marie-Christin Rissinger, Frida Robles, Nicole Sabella, Denise Schellmann, Fanziska Schindler, Gabriele Schmid, Sebastian Schubert, Isabelle Schwarz, Luca Sieger, Johannes Siegmund (Kollektiv Stadtausweis), Davide Skerlj, Oleg Soulimenko, Christiane Spatt, Anat Stainberg, Christina Sutterlitte, Borbala Szanto, Johanna Tatzgern, Billi Thanner, Gerlinde Thuma, Lea Titz, Michael Turinsky, Kulturverein VEIK, Majo Villegas, Ina Vorbrugg, Claudia Wadlegger (crackthefiresister), Wechselstrom (Renate Pittroff, Christoph Theiler), Sara Wilnauer, Caroline Wiltschek, Steffi Wimmer & Gäste, Toni Wirthmüller, Lily Wittenburg, Josip Zanki, Dorothea Zeyringer, Laurent Ziegler, Reinhold Zisser

Das Display dieser HABEN UND BRAUCHEN IN WIEN-Architektur wurde von dem Wiener Künstler Gerald Moser (Wunderkammer) gestaltet und von der Privatbrauerei Stiegl unterstützt.
 
Haben und Brauchen in Wien wird besonders unterstützt von der Arbeiterkammer Wien sowie der Wiener Städtischen Versicherung und gefördert von der Kulturkommission Margareten, der Kulturabteilung der Stadt Wien und dem Bundeskanzleramt Österreichs.


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