© Klub Zwei, Ambivalenzen (2008)

Artist Performance
Klub Zwei und Yen Noh

Künstlerhaus 1050
7. November 2019, 19 Uhr


Künstlerinnengespräch zwischen Klub Zwei und Yen Noh
mit einer Performance von Yen Noh.



In der Installation „Väter Täter“ von 2007 und dem Textbanner „Ambivalenzen“ von 2008 sprechen Klub Zwei mit Helga Haufbauer und Patricia Reschenbach, deren Väter Nazi-Täter waren, über die Täterschaft der Väter während des Nationalsozialismus.

Yen Nohs Arbeit „Stimme über Drei“, basiert auf einem Briefwechsel mit Frau Waltraud Häupl, einer ehemaligen Kunsterzieherin aus Wien, deren kleine Schwester Annemarie Danner in der Jugendfürsorgeanstalt „Am Spiegelgrund“ Opfer der Kindereuthanasie geworden war.
Der Brief ist fiktional unter dem Namen ihrer Mutter Seongmee Jang verfasst und erzählt über die Vergangenheit ihres Vaters, der während des Koreakrieges beschuldigt wurde, nordkoreanische Soldaten in seiner Schule versteckt zu haben.
 
 
Künstlerinnen:

Jo Schmeiser (*1967) in Graz (Österreich) geboren. Sie lebt und arbeitet als freie Grafikerin und Autorin in Wien.
 
Simone Bader (*1964) wurde in Stuttgart (Deutschland) geboren. Seit 2001 lehrt sie an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Sie lebt und arbeitet in Wien.
 
Bader und Schmeiser arbeiten seit 1992 als Künstler*innenkollektiv Klub Zwei an der Schnittstelle von Kunst, Film und neuen Medien. Im Zentrum ihrer Arbeiten stehen aktuelle gesellschaftspolitische Themen und die Mittel ihrer Darstellung. Es geht ihnen um die Kritik an etablierten, aber auch um die Entwicklung von neuen Darstellungsweisen. Weitere Ziele sind der kritische Blick auf Strukturen und die egalitäre Zusammenarbeit von Frauen mit unterschiedlichen Geschichten, Herkunft und Lebensentwürfen.
 
Yen Noh (*1983) aus Seoul/Südkorea hat 2016 ihren Master-Abschluss an der Universität für angewandte Kunst Wien gemacht und lebt heute in Utrecht/NL. In ihrer Arbeit untersucht sie historische Traumata, Umbrüche und Formen von Freiheit während der japanischen Kolonisierung Koreas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und rekonstruiert radikale Praktiken alltäglicher Anarchie jener, die von imperialistischen und nationalistischen Projekten nicht beachtet und mitgedacht werden. 

Im Rahmen der Ausstellung Und Schwester Makart geht auf Wanderschaft.

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