FREIES KINO - Eintritt frei
Jan Walentek

Stadtkino im Künstlerhaus
15. Oktober 2019, 20:30 Uhr


Immer anders und mit einer beeindruckenden klaren Filmsprache setzt sich Jan Walentek – oftmals unter dem Label RAP-PL und damit in Kooperation mit seiner Frau Ewa und anderen Kunstschaffenden – pointiert und humorvoll mit gesellschaftskritischen Themen auseinander.

„... außer den visuellen Effekten spielt für mich die Musik und die Poesie eine sehr große Rolle. Die Poesie, glaube ich, hat viel mit der Art meiner Arbeit zu tun. Sie befasst sich in überwiegend kurzen Formen mit einem Problem oder Gefühl, wählt dazu nicht immer die einfachsten und eindeutigsten Worte und rechnet damit, den Leser oder Zuschauer zum freien Nachdenken zu animieren.“ Jan Walentek

Jan Walentek ist 1945 in Polen geboren und absolvierte sein Studium an der Kunstakademie in Krakau. Als freischaffender Künstler arbeitete er als Grafik-Designer und Bildender Künstler in Polen. Jan Walentek lebt seit 1987 in Deutschland und arbeitet in Stuttgart in einer Werbeagentur und als Art Direktor bei einem Buch- und Journal Verlag. Er beschäftigt sich vorwiegend mit Malerei, Grafik und Video.

FILMLISTE
1. SONETO AMOROSO (3.50 Minuten, 2008)
das Sonnet von Francisco de Quevedo „Definiendo el amor“ bleibt nur als grafisches Element im Hintergrund.Das Gedicht beschreibt die Liebe, die Lust, das Glück, das Leid und die Leidenschaft. Zwei Hände, die miteinander einen feurigen Flamenco tanzen.
2. EIGENTLICH (4:00 Minuten, 2013)
Eigentlich… kein Problem, wenn man flexibel ist?
Die Lyrik und der Dichter Tom Schilling sind aus Deutschland.
3. SUBWAY POETRY COMPANY (4:45 Minuten, 2013)
Ein alternativer Blick auf Brooklyn und auf die Poesie. Es ist die alltägliche Poesie: schmutzig, trivial, schön..Streit in der Subway, Eile, ekelhafte Häuser, schmutzige und unscharfe Bilder, die uns wegen der Metro-Fahrt ins Auge stechen, Geschichten die wir flüchtig, unfreiwillig hören, und die sich mit lauter Musik verschmelzen.
4. FREIER TAG (0.45 Minuten, 2011)
Es ist wichtig nach dem Streben nach Glück sich zu erholen!
5. VIER UHR AM MORGEN (3:25 Minuten, 2007)
Das Gedicht „Vier Uhr am Morgen“ von Wislawa Szymborska beschreibt die Beziehung zu einem Zeitraum in dem es zu spät zum Schlafengehen ist und aber noch zu früh um aufzustehen.
6. GRID ART (2:30 Minuten, 2017)
Dieser Film ist in einer gemischten Animationstechnik realisiert. Ich verwandele meine abstrakten Kunstbilder oder Fragmente meiner Bilder in eine Motion-Comic-Form.
7. HUNDEWELT (3.15 Minuten, 2019)
MONDO CANE (Hundewelt) ist ein kritischer Dokumentarfilm von Franco Prosperi und Paolo Cavara aus dem Jahr 1962. Wie stark haben sich die Welt und wir seit damals verändert?
8. LOVE PARADE (1:55 Minuten, 2009)
Absurde Befehle, absurdes Geschrei, absurde Paraden, absurde Kriege… Und alles für Gott und Vaterland?
9. SEXISMUS  in der Anima  Branche (0.45 Minuten,  2018)
Wie uns die Presse informiert: Sexismus soll endlich auch in der Animation-Filmbranche verboten werden.
10. ELECTRIC STONES (4:55 Minuten, 2015)
Welche Bedeutung die Steinformationen in Schottland und England haben, weiß man nicht genau. Die Touristen haben einen Grund, die Orte, wo die Steine stehen, zu besuchen.
11. SCHWEINEREI (5.40 Minuten, 2012)
Mensch und Schwein sind sich in vielerlei Hinsicht unheimlich ähnlich. Der Unterschied liegt nur darin, dass die Schweine keine Menschenzucht betreiben dürfen.
12. GRÜSSE VON DER DER INSEL (6.40 Minuten, 2008)
Die, die ihren Urlaub im Zelt genießen, machen sich über Camping- und Hotelgäste lustig. Schlanke lachen über Dicke und jene, die im Schatten sitzen, lachen die Sonnenanbeter aus.
13. EIN STEIN  Theorie Analyse (3:20 Minuten, 2010)
Ein Experimentalfilm mit verblüffenden Ergebnissen.
14. DIE PUMPE (1:40 Minuten, 2009)
Eine Vielzahl der registrierten Herzkrankheiten, dazu das Organ nicht konstruiert wurde.  Nehmen wir als Beispiel: Die Liebe. Und zwar eine problematische, oder die unglückliche…
15. CLEARANCE (4:15 Minuten, 2011)
Ein Film für Krisenzeiten. Filmisch-poetische Überlegungen über den Sinn des Lebens in einer Zeit, in der nur das Geld und der Profit herrschen. Lyrik von Tom Schilling.
16. TAGE DES MEERES  (Sea Days)    (4:40 Minuten, 2017)
Die Pop Lyrik des Songs von bekannten „Donna Regina“ - Elektronic-Duo, steht im Kontrast zu dem, was die Menschen fühlen, die wegen der Kriege aus ihrer Heimat fliehen müssen und für viele von denen endet die Flucht mit dem Tod im Meer.
17. NICHTS (2:40 Minuten, 2016)
Kurzfilm und Gedicht haben oft etwas gemeinsam. In kurzer Zeit: die Schwere wird leicht, das Komplizierte einfach, das Trübe durchsichtig und was quälend verworren schein, löst sich zu Gelassenheit.
Die polnische Dichterin und Nobelpreisträgerin Wisława Szymborska schreibt:
„(…) Wir suchen Einheit zu sein, lächelnd, wenn wir uns umfassen, obwohl wir uns unterscheiden, wie zwei Tropfen von reinem Wasser. Das nennt man Glück.“

21:30   Q&A   Gespräch mit Jan und Ewa Walentek

21:45 DIE SONNE  IN MEINEM FERNSEHER (26:50 Minuten, 2005)
Ein Film über eine besoffene Hebamme und einen Mann, der unbedingt das Paradies sehen wollte.


FREIES KINO
Kunst und Kurzfilme, die sonst nirgends zu sehen sind.

Regelmäßig präsentiert das Künstlerhaus, die Gesellschaft Bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs, seit 2014 ungewöhnliche Laufbilder, die man sonst kaum zu sehen bekommt. Der Titel der Filmreihe ist hierbei im doppelten Sinn zu verstehen: einerseits als Kino, das losgelöst, also frei von allen Konventionen, aufregende, bizarre, schräge und provokante cineastische Arbeiten zeigt, andererseits ermöglicht der freie Eintritt möglichst vielen Menschen diese spannende Entdeckungsfahrt in ungewöhnliche Bilderwelten.
Kuratiert von Kurt Brazda und Hubert Sielecki

Nächstes Freies Kino:
November 2019

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