FREIES KINO - Eintritt frei
Filme von Jörg Piringer

Stadtkino im Künstlerhaus
3. Dezember 2019, 20 Uhr


Filme von Jörg Piringer
Der Künstler ist anwesend.

Jörg Piringer ist 1974 geboren, er lebt und arbeitet als freier Künstler und Wissenschaftler in Wien. Er ist Mitglied des Instituts für transakustische Forschung und des Gemüseorchesters.
Piringer arbeitet in den Bereichen Sprachkunst, Musik, Performance und poetischer Software.

Die künstlerischen Arbeiten von Jörg Piringer erzählen von der Auflösung der Kategorien, vom Schrecken der vernetzten Systeme und dem Rauschen des unendlichen Datenmeers. Die live erzeugten Bild- und Tonebenen bilden den Möglichkeitsraum, in dem die Texte ihre Wirkung entfalten können. Sie stellen gleichzeitig den Zusammenhalt der Gesamtperformance aus Mensch und Maschine, erweitertem Körper, elektronischer Stimme und verflüssigten Alphabeten sicher.

joerg.piringer.net
vegetableorchestra.org

JÖRG PIRINGER - TEXTSOUNDMOVIES
FILMLISTE

wir alle (4:16 Minuten, 2001)
Das Video-Lautgedicht „wir alle“ ist ein politischer Text/Soundfilm. Er wurde (sowohl Ton als auch Typographie) aus einer einzigen Aussage eines ehemaligen österreichischen Bundeskanzlers zusammengestellt, die im Radio aufgenommen wurde.
 
numbers (2:17 Minuten, 2002)
„Numbers“ ist angewandte Statistik. Der Film besteht aus Zahlen, die von britischen Nachrichtenleuten gesprochen werden. Alles kann gemessen werden: getötete Palästinenser, Radfahrer, die Nelsonsäule und Leeds united Fans. Durch die Reduzierung der Nachrichten auf Zahlen wird die Wiederholung der alltäglichen Tragödien offensichtlich.
 
vorsprung (2:31 Minuten, 2004)
Das Video ist eine Auskoppelung aus der Videoperformance „spambot“, die vollständig aus Propagandaslogans und Werbesprüchen montiert war.
 
broe sell (4:32 Minuten, 2004)
„Broe sell” handelt von Aktienmärkten und Geld. Es bietet einen Einblick in die komplexen abstrakten Systeme der Reproduktion von Währungszyklen. Oder besser gesagt, meine Phantasie darüber.
Alle Audiodaten wurden aus Radionachrichten generiert und die Bilder aus einem Protokoll eines Chats über Aktienhandel zusammengestellt.
 
schwarzweiss (1:38 Minuten, 2014)
„Schwarzweiss“ ist ein Gedicht über Wissen und Sprache. Über schwarz und weiss.
 
mnasir (3:39 Minuten, 2015)
„Mnasir“ ist eine visuelle Lautpoesieimprovisation. Jeder sichtbare Buchstabe entspricht einem live aufgenommenen Soundschnipsel meiner Stimme.
Die Akteure (in der Reihenfolge ihres Auftritts): m n a s i r
 
selbstverbesserung (5:39 Minuten, 2015)
„Selbstverbesserung“ ist wirklich eine Art von Arbeit, die es Wert ist getan zu werden. Sie beschränkt sich nicht auf das bessere Lernen, ihr Büro, oder ihre vier Wände. Der Unterschied liegt bei uns selbst und ob wir die Veränderung zum besseren wollen.
 
silent sound poems (2:56 Minuten, 2019)
„Silent sound poems“ sind Lautgedichte ohne Ton. Bewegte Buchstaben suggerieren Sprachklänge, die im Kopf der Betrachter entstehen. Dynamik und Rhythmus, Stille und Klang ohne reale Schallwellen.
 
p a (3:40 Minuten, 2019)
„P a“ ist ein Video meines aktuellen Albums „Darkvoice“, das ich ausschliesslich aus Stimmsamples montiert habe. Analog dazu besteht die visuelle Komponente des Videos aus Buchstaben und Zeichen.
 
Q&A Gespräch mit Jörg Piringer
 
unicode (33:17 Minuten, 2011)
Das Video zeigt alle darstellbaren Zeichen im Codebereiche 0 bis 65536 des Unicode-standards (insgesamt 49571 Glyphen) in schneller Folge hintereinander an und bietet so einen Schnelldurchlauf durch die Kultur der geschriebenen Sprache in Form einer hypnotischen ready-made Zeichenanimation. 
Der Unicode-standard ist ein Normierungsschema, das zum Ziel hat, alle Zeichen- und Schreibsysteme der Menschheit auf digitalen Geräten darstellbar zu machen. Er wird ständig erweitert und beinhaltet mittlerweile 1114112 Codepunkte, von denen das vorliegende Projekt nur einen kleinen Teil präsentiert.

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