Künstlerhaus, 1866


Historische Ansicht, Wienfluß, undatiert

Künstlerhaus, 1997

Briefmarke, 2011

VERTRAG DER K.K. ÖSTERREICHISCHEN FINANZPROKURATUR MIT DER GENOSSENSCHAFT DER BILDENDEN KÜNSTLER WIENS VOM 27. JULI 1865

Vertrag im Original
Vertrag transkribiert
Vortrag Paul Rachler / Peter Zawrel - Kommentar von Peter Zawrel zum Vertrag von 1865

Das Künstlerhaus 
Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs - 1861 bis 2018
 
Eine autonome, gemeinnützige Künstler*innenvereinigung, die 2011 ihr 150jähriges Bestehen feierte und seit ihrer Gründung das Kunstleben des Landes wesentlich mitgestaltet und bereichert, ist in schnelllebigen Zeiten etwas ganz Besonderes.
Von seiner Eröffnung im Jahr 1868 bis heute animiert ein offenes, diskursives und interdisziplinäres Programm zum Besuch des Künstlerhauses am Karlsplatz in Wien.
 
Bereits kurz nach der Gründung wurden in einer Denkschrift Vorschläge an die Regierung herangetragen, die "zur Hebung der Kunstverhältnisse in Österreich“ auf staatlicher Ebene führen sollten und die in Folge zur Bildung einer eigenen Kunst-Sektion im Staatsministerium geführt haben.
In der Gründerzeit bis zum ersten Weltkrieg wurde das Gebäude stark erweitert und blieb für lange Zeit jenes Ausstellungshaus Wiens, in dem auch große, spektakuläre Ausstellungen möglich waren.
Auf der "1. Internationalen Kunstausstellung“ 1882 gab Hans Makart den Impuls zur Gründung einer „Modernen Galerie“ (heute Österreichische Galerie Belvedere). 1883 gestaltete das Künstlerhaus die erste dem Medium Druckgrafik als unabhängige Kunstrichtung gewidmete Ausstellung. Nach intensiven Diskussionen um den Stand der zeitgenössischen Kunst trat schließlich 1897 die Künstlergruppe um Gustav Klimt aus, um mit der Secession einen anderen Weg zu beschreiten.
Im 20. Jahrhundert lieferte die Ausstellung "Kunst um 1970“, die der damalige Präsident Hans Mayr mit dem Sammlerehepaar Peter und Irene Ludwig aus Aachen organisierte, die Initialzündung zur Gründung des heutigen Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig (MUMOK).
 
Bis 2015 war die 1861 gegründete Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs Alleineigentümerin der ihr 1865 geschenkweise überlassenen Liegenschaft am Karlsplatz und des von ihr erbauten Künstlerhaus-Gebäudes. Seit 2015 hält sie als Miteigentümerin die Sperrminorität in der Künstlerhaus Besitz- und Betriebs GmbH. Der Mehrheitseigentümer, die Haselsteiner Familienprivatstiftung, garantiert die seit Jahrzehnten fällig gewesene Sanierung des Gebäudes und zukünftig den technischen Betrieb und die Instandhaltung. 
Mit der Entscheidung zu einer privaten Partnerschaft, die eine Generalsanierung und Erweiterung des Gebäudes ermöglicht, wurden die Weichen für eine Zukunft im eigenen Haus mit der Albertina als zukünftige prominente Nutzerin des Erdgeschosses gestellt.
 
Die erstmalige Bestellung einer künstlerischen Leitung im Herbst 2017, für die der international erfahrene Ausstellungsmacher Tim Voss gewonnen werden konnte, ist ein sichtbares Zeichen für den Um- und Aufbruch, in dem sich die Vereinigung unter der Präsidentschaft von Michael Pilz seit 2012 befindet. 
 
2018 hat das Künstlerhaus, Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs, rund 440 Mitglieder aus allen Bereichen des künstlerischen Schaffens. Es versteht sich als deren Plattform für die Begegnung mit allen Kunstinteressierten und als Sprachrohr seiner Mitglieder in kulturpolitischen Anliegen. 
 
 
In seinem Mission Statement heißt es: 
Das Künstlerhaus fördert die Produktion sowie den Austausch und die Vermittlung von zeitgenössischer Kunst und erarbeitet mit seinen Communities relevante Programme, die künstlerische und gesellschaftliche Entwicklungen reflektieren und vorantreiben.
 
Das Künstlerhaus ist die zentrale Plattform für künstlerische Eigeninitiativen sowie regionale und internationale Kooperationen. Diese umfassen den Transfer von Kompetenzen, innovative Ansätze zur Publikumsentwicklung und den Austausch von Personen, Werken und Ideen unter dem Gesichtspunkt der Diversität.
 
Die Mitglieder des Künstlerhauses bilden ein lebendiges Netzwerk. Sie wirken mit ihrer Arbeit gesellschaftlich und künstlerisch meinungsbildend. Sie leisten dadurch, individuell und gemeinsam, einen Beitrag zu einem lebendigen, informierten Geistes- und Kulturleben.
 
Die Mitglieder des Künstlerhauses gestalten aktiv ihr Vereinsleben und sind offen für alle Personen und Unternehmen, die an den Zielen des Künstlerhauses teilhaben und seine künstlerischen Vorhaben materiell und immateriell fördern wollen.
 
Die Mitglieder des Künstlerhauses sind sich der gesellschaftlichen Bedeutung ihrer Kreativität bewusst und übernehmen daher auch soziale Verantwortung. Ihre künstlerischen Projekte sorgen für Unruhe im 21. Jahrhundert.

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